Beiträge getaggt ‘Vertragsgestaltung’

ISF veröffentlicht neuen Praxis-Leitfaden „Standard of Good Practice”

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Das Information Security Forum hat eine überarbeitete Version seines „Standard of Good Practice“ veröffentlicht, der sich an internationalen Standards wie ISO 27001, COBIT und PCI/DSS orientiert. Der Leitfaden umfasst konsequenterweise die Hauptkategorien Security Governance, Sicherheitsanforderungen, Kontrollmechanismen sowie Monitoring und Optimierung und enthält in insgesamt 118 Themenfeldern praxisorientierte Tipps.

Der „Standard of Good Practice“ umfasst auch aktuelle Themen wie Cloud-Computing, soziale Netzwerke, Datenspeicherung, digitales Rechtemanagement und Virtualisierung. Er will darüber hinaus durch Expertenwissen und Leitlinien zu bereits behandelten Bereichen wie Schutz vor Datenverlust, Lieferanten-Management, Mechanismen für Zugriffskontrolle, Business-Continuity-Strategien und Management von Sicherheitsaudits praxisgerechter Ratgeber sein.

Den Standard of Good Practice 2011 (nur in englischer Sprache) gibt es nach einer kurzen Registrierung zum kostenlosen Download hier. Lesenswert.

Webdesign: Mangel oder eine Frage des guten Geschmacks ?

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Webdesigner haben es heutzutage nicht leicht: Baukästen wie etwa der von 1&1 ermöglichen es, eine Website mit verhältnismäßig überschaubarem Aufwand und Kenntnissen selbst zu erstellen. Hinzu kommt, dass jeder jemanden kennt, der jemanden kennt, der sich rudimentäre Kenntnisse angeeignet hat und eine Website zum Nulltarif oder für ein Handgeld erstellt. Die Folge: Kaum jemand ist bereit, einen an Aufwand und gestalterischer Qualität orientierten Preis zu bezahlen.

Meist hat der potentielle Kunde kaum Vorstellungen, wie seine Website aussehen soll, überlässt die Gestaltung vertrauensvoll dem Webdesigner und erwartet etwas Hochwertiges zum Discountpreis. Sobald der Entwurf fertig ist, hat der Auftraggeber regelmäßig und plötzlich viele Ideen und Änderungswünsche an dem Design, das ihm nicht wirklich gefällt.

Eine Konstellation, in der Rechtsstreit vorprogrammiert ist: Der Mehraufwand kostet Zeit und damit Geld, das der Kunde aber nicht bezahlen möchte. Wie sieht die Sache rechtlich aus?

Digitale Sprachverwirrung: WebApps, native Apps und HTML5Apps

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Momentan stürzen sich alle auf das Thema WebApps, obwohl viel Ungewissheit darüber besteht, was darunter genau zu verstehen ist. Gelegentlich ist auch von mobilen Apps die Rede, das soll wohl den Gegensatz zu nativen Apps, die auf das Gerät übertragen werden, verdeutlichen. Dass bei dem Thema daher nicht immer Sachverstand waltet, wenn sich darüber ausgelassen wird, zeigt ein aktueller Artikel in der Onlineausgabe der „Welt“.

Dort ergeht sich ein gewisser Merlin Scholz über ein gewisses „Aside“-Magazin, ein digitales Boulevardblatt, wenn man das so sagen kann, das Steve Jobs das fürchten lehren soll . Eine „politische Angelegenheit“ sei das Magazin, so die „Welt“, und es soll darin um Kitesurfen und Sushi gehen, wenn man ihr glauben darf. Auf Anfrage der „Welt“ habe es in Cupertino sogar -entgegen aller sonstigen Geschäftspraxis, mag man ironisch bis genervt sagen- geheißen: „Das Kommentieren wir nicht.“ Dieses „Aside“-Magazin also sei die

„erste Web-App für Apples Tablet iPad. Web-App aus Sicht des Nutzers heißt: Die Applikation wird nicht wie so genannte native Apps auf das Endgerät heruntergeladen. Die technische Handhabung der Web-App ist dagegen fast identisch. Man wischt sich mit dem Finger durch die Artikel, dreht man das Tablet-Gerät, dann dreht sich die Darstellung auf dem Bildschirm mit. Der Unterschied ist, dass der User einer Web-App online sein muss, weil er sie direkt aus dem Browser lädt.“

Richtig verstanden hat Scholz das nicht, wie auch der Shitstorm zeigt, der in den Kommentaren zu seinem Artikel auf ihn herniedergeht. Die WebApp ist nämlich wegen HTML5 am Ende des Tages eine profane Website. Das Magazin selbst wird einfach als Bookmark auf der Startseite des iPads abgelegt und wie eine App gestartet. Es sieht also aus wie eine App, ist jedoch keine, sondern wird in Safari wie letztlich jede andere Website angezeigt. Also alles nur heiße Luft?

Geschäftsführender Gesellschafter: Eigene Firma, eigener Chef, keine Sozialabgaben? Denkste!

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Analog, Digital.

In der ersten Phase nach der Gründung sieht es bei den wenigsten neuen GmbHs wirtschaftlich wirklich rosig aus. Willkommen ist also jede Möglichkeit, die Kosten zu senken. Daher stellt sich die Frage, inwieweit die Tätigkeit eines geschäftsführenden Gesellschafters, der Person also, die neben ihrer Gesellschafterstellung auch die Funktion des Geschäftsführers innehat, sozialversicherungspflichtig ist. Ist dies nämlich nicht der Fall, entfällt auch der Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen.

Zwar stellt der Geschäftsführer ein Organ der GmbH dar, das etwa von arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen nicht profitiert, dennoch geht das Gesetz grundsätzlich davon aus, dass die Tätigkeit eines GmbH-Geschäftsführers auch dann sozialversicherungspflichtig ist, wenn es sich dabei nicht um einen Fremdgeschäftsführer handelt. Aber wie immer gilt: Keine Regel ohne Ausnahme.

Online einkaufen: Wann kommt ein Vertrag zustande?

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Eigentlich ist es ganz einfach, aber immer wieder wird man danach gefragt: Egal ob online oder offline, ein Vertrag kommt immer dann zustande, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen in Form von Angebot und Annahme aufeinander treffen. Diese Schuhe zu jenem Preis zum Beispiel. Beim Onlinekauf allerdings wird die Warenpräsentation auf der Website ebenso wie etwa ein Ladenschaufenster in der City nicht als Angebot angesehen, sondern vielmehr als Aufforderung, ein Angebot abzugeben – eine sog. invitatio ad offerendum, diesen Begriff haben Sie vielleicht schon einmal gehört. Wie erfolgt dann die Annahme des Angebots?