Beiträge getaggt ‘Social Media Guidelines’

Social Media Guidelines: Wenn die Stadt ins Netz geht

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat mit der „Verwaltungsvorschrift über die Nutzung sozialer Medien und von Web 2.0-Anwendungen im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zur Beantwortung von Bürgeranfragen und für die interne und externe Mitarbeiterkommunikation“ seinen Mitgliedern einen Entwurf für Social Media Guidelines vorgestellt und zur Übernahme vorgeschlagen.

Bürger und Kommunen sollen „durch die direkte Kommunikation wieder näher zusammenrücken“, obwohl dem „enormen Potenzial jedoch auch große Herausforderungen“ gegenüberstehen. „Was muss die Kommune und deren Mitarbeiter im Umgang mit Social Media beachten? Wie begegnet man Gefahren und einer falschen Bedienung?“, so dass „ohne ein Mindestmaß an Regelungen das reichhaltige Angebot der sozialen Medien nicht optimal genutzt, ja sogar ins Gegenteil verkehrt werden kann“, heißt es in dem Papier.

Als Ergebnis entstand ein noch knapper, regulierungsintensiver Text, der sich darum bemüht, Amtsdeutsch zeitgemäß zu interpretieren und dabei stellenweise unfreiwillig ins Komische abgleitet. Das macht ihn jedoch nicht weniger interessant. So gehört (§ 4 Abs.5 S.1) bei Bürgeranfragen „zur Angemessenheit der Reaktion neben kompetenter Auskunft auch eine bürgernahe Sprache, die durchaus humorvoll sein kann“. Lesenswert.

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Benimmregeln 2.0: Was hat Facebook mit Marktplätzen zu tun?

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing, so sagt der Volksmund, und der Volksmund, der spricht heutzutage kaum mehr auf dem Marktplatz, dafür umso mehr bei Facebook, aber das bedeutet noch lange nicht, dass dort andere Benimmregeln gelten würden. Manchem scheint noch das Bewusstsein dafür zu fehlen, dass Anstand und Respekt auch im Virtuellen zu denjenigen Verhaltensregeln gehören, die gesellschaftliches Zusammenleben erst ermöglichen.

Spiegel Online berichtet heute über solcherlei schlechtes Benehmen. Daimler-Mitarbeiter hatten die Facebook-Gruppe „Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21“ gegründet, und dort wurden im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bahnprojekt Bundeskanzlerin Merkel und auch Daimler-Chef Dieter Zetsche als „Spitze des Lügenpacks“ bezeichnet. Weil einige Mitarbeiter des Automobilkonzerns allzu sorglos den Like-Button gedrückt haben, mussten sie zum Rapport in der Personalabteilung antreten.

Sicher kein angenehmer Termin für die betreffenden Mitarbeiter, dabei hätte es dazu nicht kommen müssen, ist doch derjenige eindeutig im Vorteil, der lesen kann, und zwar in diesem Fall die sehr verständlichen und in einem recht gefühligen Sound verfassten Social Media Guidelines der Daimler AG, vor allem Ziffer 10: „Achten Sie das Gesetz“. Einprägsamer wäre aber noch: „Äußern Sie im Netz nichts, was Sie nicht auch auf dem Marktplatz in ein Megaphon rufen würden.“

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Zack, Herr Bohne geht ins Netz!

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Meistens gehen die Versuche von Unternehmen, ihren Mitarbeitern Social Media Guidelines mit auf den Weg ins Netz zu geben, tüchtig schief, weil sie keinen Tonfall treffen, der auf Augenhöhe, ohne Bevormundung und in der gebotenen Gefühligkeit die Einhaltung der Netiquette verlangt.

Eine ordentliche Lösung des Problems zeigt nun Tchibo auf seiner Website. Dort schickt man Herrn Bohne in einer kurzen Animation ins Netz und durch allerlei Fettnäpfchen, aber man weiß Rat für ihn: „Es ist nicht immer ganz einfach, unfallfrei durchs Netz zu surfen, wenn man aber ein paar Regeln beachtet, kann nichts passieren“. Das Video finden Sie hier.

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