Social Media Guidelines: Wenn die Stadt ins Netz geht

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat mit der „Verwaltungsvorschrift über die Nutzung sozialer Medien und von Web 2.0-Anwendungen im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zur Beantwortung von Bürgeranfragen und für die interne und externe Mitarbeiterkommunikation“ seinen Mitgliedern einen Entwurf für Social Media Guidelines vorgestellt und zur Übernahme vorgeschlagen.

Bürger und Kommunen sollen „durch die direkte Kommunikation wieder näher zusammenrücken“, obwohl dem „enormen Potenzial jedoch auch große Herausforderungen“ gegenüberstehen. „Was muss die Kommune und deren Mitarbeiter im Umgang mit Social Media beachten? Wie begegnet man Gefahren und einer falschen Bedienung?“, so dass „ohne ein Mindestmaß an Regelungen das reichhaltige Angebot der sozialen Medien nicht optimal genutzt, ja sogar ins Gegenteil verkehrt werden kann“, heißt es in dem Papier.

Als Ergebnis entstand ein noch knapper, regulierungsintensiver Text, der sich darum bemüht, Amtsdeutsch zeitgemäß zu interpretieren und dabei stellenweise unfreiwillig ins Komische abgleitet. Das macht ihn jedoch nicht weniger interessant. So gehört (§ 4 Abs.5 S.1) bei Bürgeranfragen „zur Angemessenheit der Reaktion neben kompetenter Auskunft auch eine bürgernahe Sprache, die durchaus humorvoll sein kann“. Lesenswert.

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