Auftragsdatenverarbeitung: Digitale Geschäftsunterlagen ins Ausland verlagern

Geschrieben von K. Kopp am . Gepostet in Digital.

Viele Unternehmen nutzen heute schon die Möglichkeit, elektronische Geschäftsunterlagen ins Ausland zu verlagern und dort verarbeiten zu lassen. Zwar müssen elektronische Bücher und Geschäftsunterlagen grundsätzlich in Deutschland geführt und aufbewahrt werden. Die Finanzverwaltung kann aber einer Verlagerung ins Ausland unter den Voraussetzungen des § 146 Abs. 2a AO zustimmen.

Die Zollverwaltung hat nun nach einer Meldung der IHK Stuttgart klar gestellt, dass einer Verlagerung neben dem Finanzamt möglicherweise auch die Zollverwaltung zustimmen muss:

„Die Finanzbehörde kann nur für ihren sachlichen und örtlichen Zuständigkeitsbereich eine Bewilligung nach § 146 Abs. 2a erteilen; daher gelten insbesondere von der Zollverwaltung erteilte Bewilligungen nicht für die Steuerverwaltung und umgekehrt. Der Antragsteller ist auf die Reichweite der Bewilligung hinzuweisen. Begehrt ein Antragsteller die Bewilligung sowohl für den Bereich der Steuerverwaltung als auch für den Bereich der Zollverwaltung, ist er darauf hinzuweisen, dass er zwei getrennte Anträge (beim Finanzamt und beim Hauptzollamt) stellen muss. Eine Verlagerung der ‚physischen Buchführung/Papierbuchführung‘ ist durch den Gesetzgeber nicht vorgesehen.“

Erforderlich ist in jedem Fall ein schriftlicher Antrag, der nur bewilligt wird, wenn der zuständigen Behörde der Standort des Datenverarbeitungssystems und bei Beauftragung eines Dritten dessen Namen und Anschrift mitgeteilt wird, der Datenzugriff in vollem Umfang möglich bleibt und die Besteuerung dadurch nicht beeinträchtigt wird.

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